Was kostet ein Elektroauto im Unterhalt?

Elektroautos sind in der Anschaffung teurer, aber im laufenden Betrieb oft deutlich günstiger als Verbrenner. Wir zeigen, welche Kosten auf Sie zukommen.

Stromkosten: Der größte Vorteil

Ein durchschnittliches Elektroauto verbraucht etwa 18 kWh pro 100 km. Bei einem Haushaltsstrompreis von 0,35 EUR/kWh kostet das 6,30 EUR pro 100 km — ein vergleichbarer Verbrenner mit 7 L/100 km und 1,80 EUR/L kommt auf 12,60 EUR. Das ist fast die Hälfte.

Beim Laden an öffentlichen Ladesäulen (0,50–0,70 EUR/kWh) schrumpft der Vorteil. Wer überwiegend zu Hause lädt, spart am meisten.

Kfz-Steuer: 0 EUR bis 2030

Reine Elektroautos sind in Deutschland bis zum 31. Dezember 2030 von der Kfz-Steuer befreit. Das spart je nach Vergleichsmodell 90 bis 300 EUR pro Jahr.

Versicherung: Etwas teurer, Tendenz sinkend

Die Versicherungsprämien für Elektroautos liegen aktuell leicht über denen vergleichbarer Verbrenner — hauptsächlich wegen der teuren Akku-Reparatur. Mit wachsender Verbreitung sinken die Prämien jedoch kontinuierlich.

Wartung: 40–60% weniger

Elektroautos haben deutlich weniger Verschleißteile: kein Ölwechsel, keine Zündkerzen, weniger Bremsverschleiß (dank Rekuperation). Typische jährliche Wartungskosten:

  • Elektroauto: 150–350 EUR/Jahr
  • Verbrenner: 300–700 EUR/Jahr

Wertverlust: Noch unsicher

Der Wertverlust von Elektroautos war in den Anfangsjahren höher als bei Verbrennern, stabilisiert sich aber zunehmend. Modelle mit großer Reichweite und guter Ladeinfrastruktur halten ihren Wert besser.

Fazit: Ab wann lohnt sich ein Elektroauto?

Bei einer Fahrleistung ab 15.000 km/Jahr und einer Haltedauer von mindestens 3 Jahren sind die Gesamtkosten eines Elektroautos in der Regel niedriger als die eines vergleichbaren Verbrenners. Nutzen Sie unseren Elektroauto-Kostenrechner, um es für Ihre Situation durchzurechnen.